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Gesellschaft

Die Gesellschaft als der Begegnungs- und Erfahrungsraum ihrer Mitglieder ist ein ebenso interessanter wie wichtiger Gegenstand integraler Betrachtungen. Dabei geht es um Fragen wie was eine Gesellschaft (ein Wir) überhaupt ist, was dort geschieht, und wie gesellschaftliche Entwicklung vorangebracht, und gesellschaftliche Fehlentwicklungen erkannt und korrigiert werden können.
Die Sozialwissenschaften, als eine noch relativ junge Erkenntisnisdisziplin, richten ihr Augenmerk auf die kollektive Wirklichkeitsdimension, auf das "Wunder eines Wir" (Ken Wilber), und die Ergebnisse und Anwendungen die daraus entstehen sind ebenso aufregend wie unverzichtbar für unser aller Überleben in dieser Welt.
Übersicht über die Beiträge zu diesem Thema:
Die Zukunft des Integralen
Die Zukunft des Integralen

Frage: Was ist der nächste Schritt des Integralen, wo geht es lang?
KW: Ich denke, dass Bedeutendste, was sich ereignen kann, ist, dass sich die Anzahl derjenigen, die sich auf integralen Entwicklungsstufen befinden, zunimmt und auf 10% der Gesamtbevölkerung anwächst. Heute haben wir vielleicht 3, 4 oder 5 % der Bevölkerung beim second tier. Auf der Stufe davor, bei den „kulturell Kreativen“, finden wir vielleicht 23 oder 24% , die sich dort schon seit etwa 30 Jahren aufhalten. Ein Drittel von ihnen könnte sich, schon morgen, zum Integralen bewegen, zum second tier.
Wenn etwa 10% der Bevölkerung beim leading edge ist, an der Spitze der Entwicklung, dann ist ein Wendepunkt erreicht für die gesamte Kultur. Auch wenn sich nur 10% auf dieser Ebene befinden, wird die gesamte Kultur mehr und mehr von dieser Ebene aus bestimmt. Vor etwa 300 Jahren befanden sich etwa 10% der Bevölkerung bei Orange, dem formal operationalen Denken. Wir hatten die französische und die amerikanische Revolution, es entstanden repräsentative Demokratien, die Sklaverei wurde abgeschafft, der Feminismus begann – dies waren tiefgreifende Ereignisse, weil ein Wendepunkt erreicht war. Orange Werte erfassten die gesamte Kultur, auch wenn 90% der Menschen sich nicht bis zu Orange entwickelt hatten. In den späten sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts kam die nächste Hauptebene des Bewusstseins zum Vorschein, der grüne Pluralismus, die kulturell Kreativen, und auch hier, nachdem lediglich 10% der Bevölkerung diese Ebene erreicht hatten, entstanden die Bürgerrechtsbewegungen, die Blütezeit der feministischen Bewegung, das immer Stärkerwerden der Umweltbewegung – all das ereignete sich, und obwohl nur 10% der Bevölkerung sich auf dieser Ebene befanden, veränderte es die gesamte Kultur.
Wir erwarten das auch für die erste der integralen Entwicklungsstufen. Wenn wir dort die 10% Marke erreichen, werden wir einen kulturellen Wandel erleben, wie er sich in der Menschheitsgeschichte noch nicht ereignet hat.
Der Schatten des evolutionären Denkens
Der Schatten des evolutionären Denkens

- Ken und Diane
Aus dem Dialog
DMH: Wie können wir bei unseren hohen Zielen gegenüber der Evolution verhindern, dass daraus ein spiritueller Faschismus wird, wo wir alles gemäss unseren Ansichten zurechtbiegen, und alles, was wir nicht mögen oder was unserer Meinung nach nicht entsprechend entwickelt ist, weglassen?
KW: Das ist die Schattenseite von evolutionärem Denken. Jede Gedankenform existiert in der Welt der Manifestationen und ist daher bis zu einem gewissen Grad dualistisch und hat daher auch ihr Schattenelement, wie jede Form des Denkens. Was beim evolutionären Denken speziell problematisch ist, ist das, was du erwähnst, die Tendenz zu faschistischem Denken. Viele der faschistischen Organisationen haben, wenn auch sehr verdreht, irgendeine Art einer evolutionären Philosophie, bei der sie selbst jeweils ganz oben auf der Entwicklungsskala stehen ...
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Der Schatten, das Licht und die National-Seele
Der Schatten, das Licht und die National-Seele
Michael Habecker
Der Grundsatz der vergangenen Ichzeit, dass jeder, der Menschenantlitz trägt, gleich sei, zerstört die Rasse und damit die Lebenskraft des Volkes.
- Nationalsozialistisches Strafrecht, Denkschrift des Preußischen Justizministeriums, 1933
Wir müssen alle das Gleiche tun, was Deutschland versucht hat, müssen uns aber davor hüten, dass wir nicht in gleicher Weise handeln.
-Sri Aurobindo
In einem Beitrag Die Entdeckung der National-Seele formuliert der große Weise und Mystiker Sri Aurobindo seine Sicht auf den „teutonischen Fall“. Er geht dabei von dem „Streben nach eigener Selbstentwicklung“ als der „obersten Regel und Ursache des individuellen Lebens“ aus. Doch dieses Streben ist nicht nur individuell, sondern „gleicherweise ... oberstes Gesetz, oberster Zweck der Gesellschaft, Gemeinschaft oder Nation.“ Aurobindo fährt fort: „Denn auch sie [die Nation] ist ein Wesen, eine lebendige Kraft der ewigen Wahrheit, eine Selbst-Offenbarung des kosmischen Spirits ... Dem Individuum entsprechend hat die Nation oder Gesellschaft Körper, organisches Leben, moralisches und ästhetisches Temperament, ein sich entfaltendes Mentales, eine hinter all diesen Zeichen und Kräften verborgene Seele, um derentwillen diese existieren.“
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Demoskopie - Wer sind wir?
Demoskopie - Wer sind wir?

Zum Tod von Elisabeth Noelle
Michael Habecker
Am 25. März 2010 ist Elisabeth Noelle gestorben. Sie gilt als Pionierin der Demoskopie in Deutschland, und damit auch als Pionierin der Erforschung eines „Wir“ durch Meinungsforschung. Derzeit wird besonders in spirituelle Kreisen gerne über das Wir gesprochen, vorzugsweise über ein höheres Wir (siehe hierzu den Beitrag „Ein höheres Wir?“). Dabei ist es wesentlich zu verstehen, was ein Wir überhaupt ist, und wie man es erforschen und beschreiben kann. Der nachfolgende Beitrag, der sich am Buch Alle, nicht jeder von Elisabeth Noelle orientiert, liefert dazu Anregungen.
Der Frage „wer bin ich?“ gehen wir Menschen seit Jahrtausenden nach, und es wurden in den unterschiedlichen Kulturen und zu den verschiedenen Zeiten eine große Anzahl von Übungen und Methodiken zu ihrer Beantwortung entwickelt und Antworten formuliert. Die Erforschung der objektiven Seite der Dinge – „was ist es?“ – wird seit der Zeit der Aufklärung intensiv und systematisch betrieben, und es ist – nach langen Auseinandersetzungen – mittlerweile auch bei den Religionen und den spirituellen Traditionen allgemein akzeptiert, dass die objektive Perspektive – neben der Vertiefung subjektiver individueller Einsichten – ein bedeutender Teil der Bewusstwerdung ist.
Die Frage „wer sind wir?“ hingegen wird noch nicht so lange gestellt, die ersten systematischen Antworten darauf sind nicht sehr alt, und die Forschung im Bereich von Intersubjektivität wird erst seit wenigen Jahrzehnten wissenschaftlich vorangetrieben.
Ich möchte im Folgenden am Beispiel der Demoskopie, einer (von vielen) Methodiken zur Betrachtung und Untersuchung eines „Wir“, die Bedeutung dieser Sichtweise erläutern.
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Hospizarbeit
Hospizarbeit

- Helmut Dörmann
Ken Wilbers Integrale Theorie und ihre Anwendung auf die Hospizbewegung und den Sterbeprozess
von Helmut Dörmann
In diesem Artikel wird die Entwicklung der Hospizbewegung aus der Sicht der vier Quadranten von Ken Wilbers Integraler Theorie beschrieben.
Außerdem wird am Beispiel des ambulanten Mindener Hospizkreises aufgezeigt, wie Hospizarbeit aktuell wirkt und tätig ist, sowohl im Befähigungskurs für die ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen als auch in der Praxis der Sterbebegleitung.
Abschließend werden die Grundzüge eines Trainings „Integrale Praxis für Leben, Sterben und Tod“ vorgestellt, das ebenfalls auf Ken Wilbers Integralem Ansatz basiert. Ziel des Trainings ist das Entwickeln einer inneren Haltung von vorbehaltlosem „DA-SEIN“ für den Sterbenden sowie dessen Angehörige, ebenso wie die Entwicklung gemeinsamer Werte wie Liebe und Mitgefühl. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der Einübung spiritueller Praktiken aus der christlichen Mystik sowie des tibetischen Buddhismus. Dabei werden auch Erkenntnisse über Krankheit, Sterben und Tod aus medizinischer Sicht in dieses Konzept integriert.
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Eine neue (Achsen)Zeit
Eine neue (Achsen)Zeit

aus: IntegralLife.com, "Mapping the New City", Ken Wilber im Gespräch mit Saniel Bonder und Linda Groves-Bonder, März 2009.
Vorwort der Integral Life Redaktion:
Die Möglichkeiten, die uns im 21. Jahrhundert erwarten, sind atemberaubend. Niemals zuvor war für so viele Menschen so viel möglich, bis hin zu dem Punkt, dass ein einfacher Bürger heute ein derart bequemes und luxuriöses Leben führen kann, dass sogar die reichsten Könige und Königinnen vergangener Zeiten eifersüchtig wären. Dies ist eine Zeit unvorstellbaren Überflusses; ein Überfluss von Wohlstand, Weisheit, Informationen und Verbindungen – auch inmitten des unzählbaren Leids und der Angst, die viele von uns in dieser Welt nach wie vor erleben. Die Gleichzeitigkeit von Überfluss und Knappheit in der heutigen Welt versprechen fruchtbare Zeiten für die Zukunft, unter einem evolutionären Druck, der uns zu neuen Lösungen für neuartige Probleme treibt, und uns hilft mit dem ewigen Schisma fertig zu werden, das uns von Anbeginn an verfolgt.
Es ist so als wenn eine ganz neue Welt in Sichtweite kommt – eine Welt die sowohl vertraut als auch neu erscheint, sowohl zeitlos als auch historisch gewachsen. Als wenn wir eine „neue Stadt“ entdecken würden, die aus der Geschichte heraustritt – eine Stadt die nur erkannt werden kann in der unvermeidbaren Totalität des Wissens, der Werte, und der Perspektiven die uns heute zur Verfügung stehen; und deren Architektur nur wahrnehmbar ist, in dem wir die unseren menschlichen Erfahrungen zugrundeliegenden Muster erkennen.
Ken Wilber: Ich sehe mich als einer der ersten Landkartenersteller dieser “neuen Stadt”, und jeder trägt etwas zu dieser Landkarte bei. Einige sehen Aspekte des Gesamtbildes sehr viel tiefer als ich das kann, und sie bringen das ein, und es ist wichtig dass wir dabei wirklich alles erfassen, das gesamte Territorium. Darum geht es bei der integralen Landkarte, es ist einfach eine Landkarte, doch es gibt viele Möglichkeiten, wie man das dort beschriebene Gelände in sich selbst wiederfinden kann - Dinge die man tun kann, Experimente die man durchführen kann, um bestimmte Aspekte einer „neuen Stadt“ zu entdecken. Und wenn jemand dort nichts findet, dann ist es gut das zu wissen, dann können wir die Landkarte korrigieren. Es ist sehr aufregend, überall die Menschen damit experimentieren zu sehen, Menschen die in ihrem Bereich sehr kompetent sind ... Das ist ein großes Abenteuer.
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„Wer sind wir?“ – von Pitirim A. Sorokin zu Integral 2.5
„Wer sind wir?“ – von Pitirim A. Sorokin zu Integral 2.5
Auszug aus dem dem Bericht von der Integral Theory Conference 2010 von Dennis Wittrock
Die Konferenz begann am Donnerstag mit 14 Pre-Conference Workshops. Ich besuchte zunächst eine halbtägige Einführung in Holacracy mit Brian Robertson, weil ich neugierig war, welche Aspekte seiner integralen Praxis für Organisationen er diesem speziellen Publikum nahebringen würde. Außerdem schaute ich mir einen Workshop mit Marilyn Hamilton und Cherie Beck an, die die Linsen von integraler Städteplanung und Mustern wiederkehrender Generationszyklen auf die Gesundheit von Städten und Kommunen anwendeten.
Am Abend gab es dann die feierliche Eröffnung der Konferenz im Hilton-Hotel. Die Haupt-Organisatoren der Konferenz, Sean Esbjörn-Hargens und Mark Forman, sowie David Zeitler gaben eine Einführung in die Thematik. Sean eröffnete breit indem er die Frage aufwarf „Wer sind wir?“ und „Wie werden wir in tausend Jahren auf diese Konferenz zurückblicken?“ Er betonte, dass die konkrete Anwendung der Theorie in der Praxis der Litmus-Test sei und dass die ITC alle zwei Jahre als eine Art Check-In dienen könne, bei dem man sehen werde, was in der Zwischenzeit entstanden sei. So schilderte er, dass der notwendige Differenzierungsprozeß des Feldes von der Gallionsfigur Ken Wilber bereits auf der ersten Konferenz 2008 begonnen habe.
David Zeitler ging im folgenden näher auf die Frage „Wer sind wir?“ ein, indem er die Forschungsergebnisse einer Umfrage unter den Konferenzteilnehmern vor zwei Jahren präsentierte. Demnach hatten überdurchschnittlich viele Teilnehmer bereits schon mal mystische Erfahrungen gemacht und waren bewegt von den Themenkomplexen „kulturelle Fragmentierung & Zugehörigkeit“, „ökologische Verwüstung & Erneuerung“ sowie „psychologische Regression & Transformation“. Als wichtigstes Element der integralen Theorie empfanden 47% die Ebenen des Bewusstseins, als am schwierigsten in der Kommunikation mit Fachkollegen aus der eigenen Disziplin zu vermitteln wurde das Element Zustände des Bewusstseins genannt. Insgesamt wurde eine große Bandbreite unterschiedlicher Bewertungen festgestellt, die nahelegen, dass inhaltliche Spannungen im Feld fortbestehen werden. Dieser Sachverhalt wurde als Zeichen einer gesunden, diversen Gemeinschaft gedeutet.
Mark Forman betrachtete die Frage der Differenzierung von Ken Wilber genauer und machte deutlich das die Gleichung integral = Wilber nicht haltbar ist, in dem er sich auf die Suche nach den Fußspuren von Vorläufern machte und betonte, dass es gegenwärtige Alternativen zu AQAL gebe. Nichtsdestotrotz sagte Forman, dass AQAL ein raffiniertes Modell sei und verglich Wilber mit einem Mathematik-Genie, der uns zwar seine Lösung präsentiere, oftmals aber nicht den Weg, wie er dorthin gelangt sei. Er bezeichnete als das Ziel der Konferenz eine wissenschaftlich robuste Sicht des Integralen. Da die akademische Welt Traditionen vertraut und singulären Figuren oftmals misstraut, war es ihm ein Anliegen eine historische Sichtweise aufzuzeigen, wenn auch nur eine vorläufige, schematische:
Geschichte des Integralen
Integral beta: frühe integrale Denker
Integral 1.0: AQAL (1995), Ken Wilber
Integral 2.0: Zusammenwachsen & Anwendung (ITC 2008)
Integral 2.5: Differenzierung, Diversität, Forschung (ITC 2010)
Integral 3.0: eine reife integrale akademische Richtung
Jordan Luftig: „Aufbau einer Bewegung durch Meta-Erzählung: Ein ideologischer Ansatz zur Inszenierung einer integralen Zukunft“
Jordan Luftig: „Aufbau einer Bewegung durch Meta-Erzählung: Ein ideologischer Ansatz zur Inszenierung einer integralen Zukunft“
Auszug aus dem dem Bericht von der Integral Theory Conference 2010 von Dennis Wittrock
Jordan Luftig arbeitet an der JFKU und forscht für das Integral Research Center. Für das Journal of Integral Theory and Practice (JITP) hatte er einen gleichnamigen Artikel geschrieben, den er nun in leicht abgewandelter Form präsentierte. Ursprünglich hatte er im Kontext von Jim Garrisons globaler Leadership Kampagne („State of the World Forum“) daran geforscht, wie man Menschen für integrale Ideen im Umgang mit der Klimakrise begeistern kann. Das Ergebnis seiner Forschung hat aber darüber hinaus Implikationen für die Kommunikation integraler Ideen in der Öffentlichkeit im allgemeinen.
Da ich selber in großem Maße ähnliche Ziele teile und mit Freunden und Kollegen im deutschsprachigen Raum verfolge, interessierte mich diese Präsentation besonders. „Wie bringen wir ein integrales Zeitalter hervor?“ Diese Frage treibt auch Jordan Luftig um. Über die beiden Standardantworten, Entwicklung integraler Theorie und Entwicklung integraler Anwendungen in der Praxis, sagte er, dass er sie zwar für ungemein wichtig, aber dennoch für unzureichend halte. Seiner Ansicht braucht es eine soziale Bewegung, die aus einer integralen Ideologie gespeist wird. Wir müssen die Politisierung der integralen Theorie umarmen und voranbringen.
Wie bitte? Politisierung der integralen Theorie und „integrale Ideologie?“ Mit Ideologie verbinden wir gemeinhin etwas Negatives, ein emotional aufgeladenes, mit Mythen unterfüttertes Glaubenssystem. Karl Mannheim unterschied 1936 zwischen zwei Formen von Ideologien: partikuläre und totale Ideologien. Erstere Definition bezieht sich auf die bestimmten Ansichten einer Partei oder Interessengruppe, z.B. Kommunismus. Letztere hingegen bezieht sich auf die charakteristische Denkweise einer ganzen Klasse oder einer historischen Epoche - Beispiele sind mittelalterliches Denken oder Modernismus.
In Luftigs Worten: „Wenn man es in integrale Begriffe übersetzt, dann besitzt eine partikuläre Ideologie die „wir-gegen-sie“ Mentalität, die das Denken innerhalb aller Weltsichten des ersten Ranges charakterisiert. Eine totale Ideologie dehnt das Konzept der Ideologie so weit, dass sie das Denken über eine Weltsicht bedeutet, egal ob erster Rang (z.B. bernstein-mythisch, orange-rational) oder zweiter Rang (z.B. petrol und türkis-integral) oder höher. In diesem letzteren Sinne ist die AQAL-Integrale Gemeinschaft von einer Ideologie angetrieben – Integralismus – und redet die ganze Zeit über Ideologien!“
Was leisten Ideologien? Sie destillieren die zentralen Aspekte einer Weltanschauung oder Theorie, brechen Sie in verständliche Einheiten herunter und motivieren Menschen zu konkreten Handlungen in der Welt. Wenn man mal über ihren schlechten Ruf hinwegsieht, der ihnen wegen ihrer partikulären Varianten anhängt, sind sie sehr kraftvoll und bewegen eine Menge in der Welt. Jordans Überzeugung ist, dass das Integrale ein um Vieles würdigerer Kandidat dafür ist, eine Ideologie zu sein, als jedes andere Gedankensystem. Ideologien sind die Basis für kollektive Identität und kollektives Handeln.
Er charakterisierte die Injunktionen seines ideologischen Ansatzes wie folgt:
1. Lasse dich in den Geist und das morphische Feld von Ideologie einsinken
2. Benutze Ideologie als konzeptuelle Linse und heuristisches Mittel
3. Grabe im Integralen – der Theorie und Gemeinschaft – nach Ideen, um der integralen Bewegung beim Wachsen zu helfen und die Gesellschaft zu transformieren.
Panel: „Das Integrale: Massenbewegung oder elitäres Unterfangen?“
Panel: „Das Integrale: Massenbewegung oder elitäres Unterfangen?“

Auszug aus dem dem Bericht von der Integral Theory Conference 2010 von Dennis Wittrock
Die Leitfrage der nächsten Panel-Diskussion, die ich im Anschluss besuchte, brennt wohl den meisten Freunden von Ken Wilbers Arbeit auf der Seele – spätestens seitdem letzterer mit vollmundigen Ankündigungen der nächsten revolutionären Bewusstseinstransformation der Menschheitsgeschichte innerhalb der nächsten zwei Dekaden aufgewartet hat. Jedenfalls ging und geht es mir so. Was ist dran an dieser wilden Hypothese? Auf welche Daten können wir diesen evolutionären Optimismus stützen? Wann werden die zahlreichen integralen Schuldscheine durch konkrete integrale Projekte und Anwendungen eingelöst? Machen wir uns innerhalb eines elitären Sprachspiels etwas vor, das einer soliden Grundlage entbehrt? Wer ist in der Position darüber zu befinden? Und: sind wir überhaupt eine Gemeinschaft und/oder wen meinen wir mit diesem Pronomen „wir“?
Von Genpo Roshi habe ich gelernt, den Wert der inneren Stimme des Skeptikers innerhalb des Konzert des Selbstes zu würdigen. Dass diese „unbequemen“ Fragen den Raum bekamen, um von eminenten Vertretern des integralen Feldes kontrovers diskutiert zu werden, versicherte mir einmal mehr, dass ich es auf dieser Konferenz mit einer soliden wissenschaftlichen Haltung zu tun hatte.
Das Panel begann damit, dass der Diskussionsleiter Mark Forman von allen Teilnehmern Stellungnahmen zum Titelthema erbat. Es begann Jeff Salzmann, der Leiter des Boulder Center for Integral Living und zentrale Persönlichkeit beim Aufbau des Integral Institute. Er sagte, dass es eine kleine Gruppe von Wilber-Freunden gebe, aber daneben de facto auch viele Menschen, die sich selber nicht als „integral“ identifizieren würden, aber nichtsdestotrotz auf diesem Entwicklungsniveau operieren. Wichtig sei es seiner Ansicht nach zu beobachten, was bereits in vielen Bereichen geschieht.
Rabbi Marc Gafni, spiritueller Lehrer und zusammen mit Diane Hamilton u.a. Mitbegründer von iEvolve, sowie spiritus rector des Integral Life Spiritual Center sprach zunächst über die Definition des Integralen in Begriffen eines rekonstruktiven Projektes. Es selber sei eine Ebene, die dieses Projekt erfüllt und die Kern-Ebenen von Bedeutung rekonstruieren kann. Die integrale Gemeinschaft ist für Gafni selber ein Teil dieses Projektes und Empfänger einer gemeinsamen Überlieferung aus der Vergangenheit. Gleichzeitig gehe es darum selber wiederum eine reichere Matrix von Bedeutung zu kreieren, in die zukünftigen Generationen hineingeboren werden können.
Steve McIntosh, Unternehmer, Philosoph und Autor des Buches „Integrales Bewusstsein“ nahm den Faden der historischen Rekonstruktion von Gafni auf und sieht in den Werten des Wahren, Schönen und Guten einen Attraktor, der letztlich zur Emergenz der Moderne und auch der Postmoderne geführt hat. Der Erfolg der Postmoderne selbst ermöglicht erst das Erblühen des Integralen auf dialektische Weise. Das Reizwort Elitismus kommentierte er mit Verweis auf den Zusammenhang von Tiefe und Spanne, den Wilber schon in „Eros, Kosmos, Logos“ (EKL) dargestellt hat. Jede der großen Epochen bringe ihre maßgeblichen Meisterwerke hervor und EKL falle seiner Ansicht nach in diese Kategorie.
Frank Visser, Wilber-Kritiker und Betreiber von www.integralworld.net, vertrat hingegen die Ansicht, dass EKL seiner Wahrnehmung nach nicht besonders viel Wellen gemacht und nicht die Aufmerksamkeit erfahren hat, die einem epochalen Meisterwerk vergleichsweise zukommt. EKL sei zwar ein originelles Werk, aber es sei schwierig, die Wirkung zu beurteilen. Ferner verglich er Wilbers Bestreben nach Umfassendheit mit Ansätzen aus der Richtung der Theosophie, der Visser sich lange gewidmet hat.
Integrale Konfliktbearbeitung
Integrale Konfliktbearbeitung
Skizze einer integrierten Konfliktbearbeitung –
Grenzen und Möglichkeiten des Integralen Ansatzes bei der Integrierung von Gemeinsamkeiten und Ergänzungspunkten unterschiedlicher Methoden dialogischer Konfliktbearbeitung
Abstract der Dissertation von Karim Fathi, Viadrina Europa-Universität Frankfurt (Oder)
Problemdarstellung
Im Zeitalter der Globalisierung wird die Konfliktbewältigung eine immer wichtigere Kompetenz, sowohl im Alltag als auch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur. Die letzten Jahre brachten eine große Vielfalt von Methoden und Ansätzen mit sich. Zugleich wächst auch die Unübersichtlichkeit, daher bedarf es nicht nur immer neuerer spezialisierterer Methoden, sondern Metaansätze, die diese anwachsenden Wissensmengen integrieren und für eine ganzheitliche Konfliktbearbeitung nutzbar machen. Gleichzeitig greift die vorliegende Untersuchung die immer breiter in der Friedens- und Konfliktforschung vertretene Annahme auf, dass integrierte Herangehensweisen, die Konflikten in ihrer gesamten Komplexität und Tiefe Rechnung tragen, für nachhaltige Lösungen unabdingbar sind.
Wikileaks Analyse
Wikileaks Analyse

„Little Brother is watching you“
Das Phänomen WikiLeaks aus integraler Sicht
von Dennis Wittrock
Mit spektakulären Veröffentlichungen einer rauen Menge von als „Top Secret“ eingestuften Daten, im jüngsten Fall von rund 250.000 diplomatischen Depeschen der amerikanischen Regierung, katapultierte sich die Webseite „WikiLeaks“ und ihr Gründer und ihre Galionsfigur Julian Assange, über Nacht zu einem Global Player der Weltpolitik. WikiLeaks schlägt eine Menge Wellen und das Imperium schlägt zurück. Eine Bestandsaufnahme der Ereignisse, gepaart mit einer integralen Analyse eines Zeitgeist-Phänomens der Internet-Ära.
Angela Merkel ist „wie Teflon“ und Außenminister Westerwelle wird als „eitel und inkompetent“ charakterisiert. Was man da aus offiziellen Depeschen des US-Botschafters in Berlin entnehmen kann, scheint die Aufregung um WikiLeaks auf den ersten Blick nicht zu rechtfertigen. „Das ist nicht gerade neu“ oder „Das hätte ich Ihnen auch sagen können“ sind die wohl meistzitierten Reaktionen. Doch ein Blick auf die Hintergründe offenbart rasch die Brisanz und die Dimension der Enthüllungen der umstrittenen Internet-Plattform. Stellen Sie sich vor, Sie sollen eine öffentliche Rede halten, die weltweit live im Fernsehen übertragen wird. Als Sie ans Mikrofon treten wollen, kommt jemand von hinten und zieht Ihnen Ihr komplettes Beinkleid blank. So ungefähr muss sich Hillary Clinton gefühlt haben, als offenbar wurde, dass WikiLeaks eine viertel Million klassifizierter Dokumente für jedermann einsehbar im Internet veröffentlicht hat. Spätestens da waren die Augen der Weltöffentlichkeit auf WikiLeaks gerichtet. (Die Namensähnlichkeit mit „Wikipedia“ besteht übrigens stark zum Leidwesen der beliebten Internet-Enzyklopädie, die es schwer hat, sich in der öffentlichen Sphäre von Assanges Aktivitäten abzugrenzen.) Es folgt der Versuch einer Rekapitulation der wichtigsten Stationen, die bis zu diesem spektakulären Coup geführt haben.
Eine Chronik der rasanten Geschichte von WikiLeaks
Schon in seiner Jugend war der gebürtige Australier Julian Assange ein begabter Hacker, dem bereits zu Beginn der Internet-Ära das Kunststück gelang, in den Zentralcomputer der NASA und des US-Militärs einzudringen. Früh erkannte er das Potential des Internets für sozialen Aktivismus und gründete 2006 seine Plattform WikiLeaks. Hier sollten „geleakte“, also durchgesickerte Geheiminformationen, die von öffentlichem Interesse und gesellschaftlicher Relevanz sind, von Informanten anonym hinterlegt und später veröffentlicht werden. Als sein Projekt immer mehr Know-how und Ressourcen erforderte, arbeitete er mit dem deutschen „Chaos Computer Club“, darunter Daniel Domscheit-Berg, zusammen. Die ersten „Leaks“ waren unter anderem Informationen, die einen ausschlaggebenden Einfluss auf den Ausgang eines Wahlkampfes in einem afrikanischen Land hatten, sowie Enthüllungen, die WikiLeaks von Scientology-Aussteigern zugespielt wurden.
WikiLeaks, Privatsphäre und Öffentlichkeit
WikiLeaks, Privatsphäre und Öffentlichkeit

- Quelle: WikiLeaks
Michael Habecker
Die Veröffentlichungen von WikiLeaks polarisieren die Öffentlichkeit. Was für die einen eine Demonstration von Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und Transparenz darstellt, ist für die anderen ein verbrecherischer Landesverrat. WikiLeaks und andere Plattformen nutzen das Internet, um als „geheim“ oder „vertraulich“ eingestufte Dokumente meist staatlicher Institutionen zu veröffentlichen. Dürfen sie das oder sollen sie das?
Dazu ein paar Überlegungen unter Zuhilfenahme der integralen Landkarte – und vorab einige theoretische Hinweise.
Individuelle und soziale Holons
Ken Wilber unterscheidet bei den Bausteinen der Existenz, die er „Holons“ nennt, individuelle und soziale Holons. Erstere sind individuelle, empfindende Wesen wie Menschen, letztere sind aus diesen zusammengesetzte Gemeinschaften wie Staaten, aber auch z. B. Beziehungen und Familien. Beide sind gleichwertig und gleichermaßen wichtig, ohne jedoch gleich zu sein. Ohne Individuen keine Gemeinschaft und umgekehrt. Holons als Teil/Ganzes, so ihre Definition, sind u. a. durch – wie Wilber es nennt – Agenz und Kommunion charakterisiert. Die Agenz ist ein Ausdruck ihres Ganzheitsaspektes und ihrer Identität, die Kommunion ein Ausdruck ihres Teil-Aspektes. Jedes Holon, d. h. jeder Mensch und jede Gemeinschaft, ist damit immer „privat“ für sich (Agenz) und gleichzeitig immer auch „sozial“ in Beziehung zu anderen Holons (Kommunion). Beides ist für die Existenz und das Überleben jedes Holons elementar. Ohne Ganzheitsaspekt hört jedes Holon auf, als ein Holon zu existieren, und ohne Teilheitsaspekt auch, weil jedes Holon auf Austauschbeziehungen für sein Überleben angewiesen ist. Allgemein gesprochen bedeutet dies, dass jedes Holon
a) das Recht hat, „für sich“ zu sein, und gleichzeitig auch
b) eine Pflicht hat im und zum Miteinander gegenüber anderen Holons.
Ersteres leitet sich aus der Agenz ab, Letzteres aus der Kommunion.
Was hat das mit den WikiLeaks zu tun? WikiLeaks stellt Öffentlichkeit (b) her und veröffentlicht Dokumente, die von Organisationen als geheim eingestuft werden. Damit sorgt WikiLeaks für Kommunion und Kommunikation, sehr zum Ärger der betroffenen Staaten, die sich auf ihr „privates“ Recht zur Geheimhaltung berufen. Wer hat nun recht? Allgemein kann man sagen beide, jeweils zur Hälfte, jeweils Agenz oder Kommunion betonend. Wegen der Gleichwertigkeit von Individualität und Gemeinschaft einerseits und privater Agenz und öffentlicher Kommunion andererseits kann man generell nicht sagen, dass es immer besser ist, Informationen zu veröffentlichen oder Informationen zurückzuhalten, sondern es kommt, einmal mehr, auf den Kontext und auf die Ebene von Bewusstheit an, die dabei eingenommen werden.
Jeff Salzman: Folter
Jeff Salzman: Folter

Der folgende Beitrag ist eine Wiedergabe eines Interviews, das David Riordan (DR) mit Jeff Salzman (JS) im Rahmen der Reihe Daily Evolver im Frühjahr 2011 geführt hat. Es wurde auf IntegralLife veröffentlicht: Torture: Are We Culpable? Contributors: Jeff Salzman and David Riordan (http://integrallife.com/node/106810). Die Farbangaben beziehen sich auf Spiral Dynamics.
Jeff beginnt mit der Aktualität des Themas und der Frage, wie Staaten wie die USA mit politischen Feinden umgehen. Danach erläutert er, als eine wichtige Voraussetzung zum Verständnis von Folter, wie sich das Foltern im Menschheitsverlauf durch die Entwicklungsstufen hindurch entwickelt hat.
JS: Im Tierreich gibt es so gut wie keine Folter im dem Sinn, was wir Menschen darunter verstehen, als das absichtliche Hinzufügen von Schmerz und als ein Quälen. Tiere fügen sich zwar Schmerzen zu, aber dabei geht es im Wesentlichen darum Nahrung zu bekommen, und dies ist keine Schmerzerzeugung um des Quälens willen. Das Spiel einer Katze mit einer Maus könnte noch am ehesten dem entsprechen, was wir unter Folter verstehen, doch sogar das dient der Katze als eine Übung ihrer Fähigkeit Beute zu jagen und nicht der absichtlichen Schmerzzufügung.
Die Menschheit erkennt sich auf der archaischen Entwicklungsstufe erstmals als getrennt von der Welt und anderen Wesen, und dieses archaische Bewusstsein kennt Brutalität, so wie es auch unter Kleinkindern das sich Schlagen oder an den Haaren ziehen gibt.
Ethische Fitness durch moralische Dilemmata
Ethische Fitness durch moralische Dilemmata

- John Forman
Veröffentlicht am 27.9.2011 in Integral Post von John Forman übersetzt von Anke Lessmann
Relativistisches, postmodernes Denken hat uns die Teilwahrheit beigebracht, dass jeder Mensch eine einzigartige Sichtweise darauf hat, was er als gut, richtig und fair betrachtet. Was wir in diesem Prozess verloren haben ist der Zugang zu Lehren, die den moralischen Muskel trainieren. Wir scheinen die Erkenntnisse, Prinzipien und Ratschläge von moralisch hochentwickelten Führenden aus dem Blick verloren zu haben, welche uns Entwicklung und Gespräche über Werte und Ethik erlauben würden. Die Konsequenzen werden in schmerzhafter Weise problematisch:
Betrachten wir die folgenden Schlagzeilen:
“Handelsgremium hinterfragt Rolle der French Bank im U.N.-Saddam Skandal”
“Fannie Mae warnt vor $9 Mrd. Verlust”
“Audit: Newsday überschätzt seine Auflagenhöhe”
“CBS ‘besorgt‘ wegen der Rathergate Untersuchung”
“Bostons $15 Mrd. Großprojekt „Der große Graben“ ist voller undichter Stellen” “Bernie Goldberg: CNN Demokratin Judy Woodruff unter Beobachtung wegen Selbstmordgefährdung”
“Fünf Vorstände im Enron Frachter Fall verurteilt”
“AP: DOD warnte vor Halliburton Verträgen”
“FBI untersucht Halliburton Verträge”
Alle sind in allein im Monat November 2004 erschienen. Von 2001 bis 2003 führte der Anstieg von Unternehmensskandalen zu einem signifikanten Kursabsturz, der die New Yorker Wirtschaft allein $2,9 Milliarden kostete, die nationalen Steuerumsätze um $1 Milliarde reduzierte und die nationalen Pensionskassen um $9 Milliarden verringerte. In seinem Bericht 2003 zur finanziellen Lage der Nation sagte der New Yorker Rechnungsprüfer Alan G. Hevesi, dass Unternehmensskandale den Bundesstaat New York rund $260 Milliarden an Steuerumsätzen und ihre Pensionskassen fast $7 Milliarden an Wert kosten würden.
Die Kombination von schlechten Nachrichten und schlechtem Verhalten hat eine Vertrauenskrise in Amerikas Geschäftswelt hervorgerufen; die Erholung muss daher in denselben Vorstandsetagen beginnen. Vorstände müssen natürlich mit Worten und Taten führen, aber bevor sie sich als Vorbilder für immer höhere Wertestandards eignen, brauchen sie einen Ansatz, mit dem sie über post-relativistische Moralentwicklung nachdenken können. Sie brauchen eine integrale Praxis für moralische Fitness.





